Da eine Stammleserin nachgefragt hat, schreibe ich heute nochmal was über die Entstehung meines “Bild des Jahres”.
Wer das Bild sieht, wird sich schon denken können, dass man diese starken Kontraste nicht einfach so ablichten kann. Möglich wäre dieses nur mit Reihenaufnahmen und dem nachfolgenden Zusammenfügen per HDR-Bearbeitung.
Mein Bild entstand allerdings nur aus einer Aufnahme. Hierfür ist es dann allerdings absolut notwendig im RAW-Format zu schießen, da nur dann genügend Reserven vorhanden sind.
Das nicht entwickelte RAW-Bild sieht so aus:

Wie man sieht, ist der Himmel schon noch ganz ok, allerdings das Blumenbeet viel zu dunkel. Hätte man auf das Blumenbeet richtig belichtet, wäre die Lichter im Himmel total ausgefressen geworden.
Ich habe nun in Lightroom quasi ein HDR aus dem RAW erstellt.
Dafür habe ich mir in Lightroom mal eine Vorgabe erstellt. Diese dient dann als Grundlage der weiteren Anpassung für das jeweilige Motiv.
So sieht dann nun mein Pseudo-HDR aus:

Zum Abschluss habe ich nur noch eine Vignette hinzugefügt.

Das Bild entstand mit einer Blende 22, so dass sich diese schöne sternförmige Sonne ergibt. Zudem hab ich grad gesehen, dass sich bei dieser extremen Blende doch zumindest 3 heftige Sensordreckflecken eingeschummelt hatten, die ich mal im finalen Bild noch weggestempelt habe.
Die Lens flares stören mich weniger und passen zu dem Bild …