Kategorie-Archiv: Lightroom

Kuscheltiger

Schwieriges Motiv, welches Dank RAW-Format nicht in den hellen Fellbereichen ausbrennt und auch vom recht dunklen Hintergrund noch Struktur bleibt.
Dafür wurden die Tiefen ordentlich hoch- und die Lichter runtergezogen. Dann eine ordentliche Schärfung für die Fellstruktur und die Sättigung der Orange- und Gelbtöne vom Fell etwas angehoben.
Vignetten mag ich sowieso und hier fokussiert sie schön das Motiv.
Wenn es genauer interessiert, der findet die Einstellungen in dem unten verlinkten Lightroom-Preset.

Luchs im Tierpark Berlin (fertig bearbeitet)

Lightroom Developer Preset “Kuscheltiger”

Hier übrigens nochmal ein Export vom unbearbeiteten RAW (out of the Cam):

Luchs (out of the Cam)

Bearbeitung mit HDR-Look

Da eine Stammleserin nachgefragt hat, schreibe ich heute nochmal was über die Entstehung meines “Bild des Jahres”.

Wer das Bild sieht, wird sich schon denken können, dass man diese starken Kontraste nicht einfach so ablichten kann. Möglich wäre dieses nur mit Reihenaufnahmen und dem nachfolgenden Zusammenfügen per HDR-Bearbeitung.
Mein Bild entstand allerdings nur aus einer Aufnahme. Hierfür ist es dann allerdings absolut notwendig im RAW-Format zu schießen, da nur dann genügend Reserven vorhanden sind.

Das nicht entwickelte RAW-Bild sieht so aus:

Wie man sieht, ist der Himmel schon noch ganz ok, allerdings das Blumenbeet viel zu dunkel. Hätte man auf das Blumenbeet richtig belichtet, wäre die Lichter im Himmel total ausgefressen geworden.
Ich habe nun in Lightroom quasi ein HDR aus dem RAW erstellt.
Dafür habe ich mir in Lightroom mal eine Vorgabe erstellt. Diese dient dann als Grundlage der weiteren Anpassung für das jeweilige Motiv.
So sieht dann nun mein Pseudo-HDR aus:

Zum Abschluss habe ich nur noch eine Vignette hinzugefügt.

Das Bild entstand mit einer Blende 22, so dass sich diese schöne sternförmige Sonne ergibt. Zudem hab ich grad gesehen, dass sich bei dieser extremen Blende doch zumindest 3 heftige Sensordreckflecken eingeschummelt hatten, die ich mal im finalen Bild noch weggestempelt habe.
Die Lens flares stören mich weniger und passen zu dem Bild …

Alte Chemiefabrik in Leipzig

Diese Aufnahmen entstanden letztens in einer alten Chemiefabrik in Leipzig.
Mir persönlich gefallen die s/w-Umwandlungen besser.

Mein LR-Rezept für die s/w-Umwandlungen:
Beginnend mit dem Schalter Schwarzweiß im Entwickeln-Modul, drehe ich je nach Histogramm meist die Belichtung noch etwas hoch und ziehe anschließend Schwarz ein wenig an (je nach Bild selten höher als 20, meist sogar nur zwischen 5 un 10).
Der Klarheitsregler wird in der Regel so auf 75 hochgeschraubt und anschließend bei der Gradationskurve “Starker Kontrast” ausgewählt.
Nun schärfe ich noch meist so mit dem Betrag von 75 und bei maskieren 10.
Zum Abschluss kommt dann ein wenig Körnung mit der Stärke 30 rauf und die Vignettierung meist auf einen Betrag von ca. -12.

Tanzsaal als HDR

Heute mal einige HDR-Versuche mit dieser Aufnahme der Aula in den Beelitz Heilstätten.

Folgende beiden Bilder sind in CS5 aus 3 Aufnahmen entwickelt, einmal mit der Vorgabe “stärker gesättigt” und die zweite Aufnahme mit “surrealistisch”.


Das folgende Pseudo-HDR entstand nur in Lightroom aus einer Aufnahme mit den Einstellungen:
Wiederherstellung 100
Aufhelllicht 100
Kontrast +100
Klarheit +100
Schwarz 25
Dynamik -15
Wer mag, kann sich die Einstellungen auch als LR-Template herunterladen.

Teufelsberg

So, ein paar Tage lag ich ein wenig flach und hatte dann ein wenig zu tun, für den Fotoclub Berlinbilder rauszusuchen, da wir ein Berlin-Fotobuch zusammenstellen wollen.
Zudem steht Samstag ein Workshop in Beelitz auf dem Programm, wo ich nochmal ein wenig Equipment getestet, Akkus geladen habe usw.

Bei der Suche nach Berlinbildern stieß ich auf dieses Foto vom Teufelsberg, welches mir in seiner Rohfassung nicht so recht gefiel, so dass ich mich da ein wenig in Bearbeitung dran probierte …

Als erstes Dank an Scott Kelby, in dessem Buch “Lightroom 3 für Digitale Fotografie” ich einen netten kleinen Tipp fand: Irgendwie waren mir die importierten RAW-Bilder immer standardmäßig ein wenig zu flau. Nun kann man im Entwickeln-Modul unter Kamerakalibrierung statt des Profils “Adobe Standard” das Profil “Camera Standard” auswählen, um dem ein wenig entgegenzuwirken.
Mit Tipp, den er “Wie Ihre RAW-Fotos eher wie JPEGs aussehen” nennt, sehen die meisten Bilder wirklich einen Tick besser aus. Daher habe ich mir die Einstellung als Preset gespeichert und wende sie wohl künftig standardmäßig beim Import an.

Beim anschließendem Beschnitt wurde ich in Lightroom nicht glücklich, da im rechtem Bereich immer noch ein paar Blätter oder Schatten übrig blieben, weshalb dann doch Photoshop gestartet wurde.
Dort beseitigte ich die Schandflecken indem ich sie “inhaltsensitiv” füllte. Wie das funktioniert, habe ich hier schonmal in einem kurzem Video erläutert.

Zur abschließenden Bearbeitung kam wieder Lightroom zum Zuge …
Einen Tipp von Steffen, der es eigentlich auch nur vom Besim hat, habe ich in letzter Zeit öfters mal ausprobiert und habe bei dem Bild zuerst das Aufhelllicht und dann den Schwarzwert (beides in den Grundeinstellungen vom Entwickelnmodul) etwas hochgezogen. Zwar nicht so extrem, wie er es in seinem Artikel beschreibt, aber bei dem Bild fand ich es passend. Zum Abschluss setzte ich noch einen Verlaufsfilter, um den Himmel etwas abzudunkeln.

Lightroom GPS Workflow

Im folgenden zeige ich meinen GPS-Workflow mit Lightroom auf.

Ich zeichne meine Daten mit dem GPS-Logger Royaltek RGM-3800 auf. Ich hab das Teil jetzt seit gut 2 Jahren und bin sehr zufrieden damit. Einer der Vorteile ist meiner Meinung nach, dass er mit normalen Mignon-Akkus oder Batterien betrieben wird. Mit leistungsfähigeren Akkus hält der Logger gute 10 Stunden Dauerlauf durch.
Der Logger zeichnet übrigens Zeitangaben in UTC auf. Damit ich nicht irgendwann beim Importieren mal durcheinander komme, habe ich meine Kamera seit der Anschaffung des Loggers immer auf mitteleuropäische Sommerzeit gestellt. So muss ich beim Importieren dann nicht immer umstellen. Mit der 1 Stunde Abweichung in den Exif-Daten im Winter kann ich leben. Bisher ist es mir noch nicht untergekommen, dass ich Bilder nach der Aufnahmezeit gesucht habe, mir reicht eigentlich das richtige Datum.

In Lightroom nutze ich Jeffrey Friedl’s “GPS-Support- Geoencoding Plugin for Lightroom”.

Will man die Daten nun übertragen, schließt man den Logger an den USB-Anschluss an und startet den Data Downloader. Man verbindet sich mit dem Logger …

… und kann dann die aufgezeichnetet Dateien herunterladen.
Die Dateien auf dem Gerät werden dabei nicht automatisch gelöscht, dies muss man noch mit der Software anstoßen.

Da das verwendete Lightroom-Plugin nur mit gpx-Dateien arbeitet, muss ich die Daten meines Loggers noch umwandeln. Dies geht sehr einfach mit Hilfe des kostenfreien Programms Routeconverter.

Zusätzlich kann man hier noch die Route korrigieren, indem man z.B. Teile löscht oder einzelne Punkte verschiebt.
Ich vergesse meist den Logger auf dem Nachhauseweg auszuschalten und lösche den Part dann, da die Informationen ja unnötig sind, wenn man da keine Fotos mehr gemacht hat.

Hat man dann die gpx-Datei gespeichert, wählt man in Lightroom die betroffenen Fotos aus und geht auf den Menüpunkt Datei->Zusatzmoduloptionen->Geoencode.

Im Dialog des Plugins wähle ich “Geoencode vom Tracklog” und wähle die erstellte gpx-Datei aus.
Wie oben erwähnt kann ich bei Timezone UTC+2 stehen lassen.
Anschließend kann man wählen, ob man alle ausgewählten Bilder mit GPS-Daten aus dem Log anreichern will oder z.B. nur solche ohne vorhandene GPS-Einträge.

Hat man übrigens Bilder in Innenräumen oder anderswo aufgenommen, wo keine GPS-Daten aufgezeichnet wurden oder man hat gar vergessen den Logger einzuschalten, hat man mit dem Plugin auch mehrere Möglichkeiten, diese manuell zuzuweisen.
Die einzige, weil am wenigsten Aufwendige, welche ich regelmäßig verwende, ist über das zuweisen einer GoogleMaps-URL. Dazu wählt man in GoogleMaps den Ort des Fotografierens aus und klickt oben rechts auf der Karte auf Link, kopiert sich die angezeigte URL und fügt diese im Lightroom Plugin unter “Static Location” ein, nachdem man die anzureichernden Bilder ausgewählt hat.

Herbst revival

Hab mich doch nochmal an meine Herbstbilder rangemacht, da auf lens-flare.de wieder ein Lightroom-Preset veröffentlicht wurde, mit dem ich mal ein wenig herumprobiert habe.

Mein Original:

Mit dem Preset von Christoph Schupmann:

Mein Original:

Mit dem Preset von Christoph Schupmann:

Also ich finde schon, dass die Bilder durch die Tönung interessanter wirken.

Direkt-Export von Lightroom zu WordPress

Seit einiger Zeit nutze ich das Lightroom-Plugin LR/Blog, um meine Bilder direkt aus Lightroom ins WordPress zu laden.
Dabei lädt das Plugin über den normalen Export-Dialog von Lightroom die ausgwählten Bilder in die Mediendatenbank und erstellt auf Wunsch gleich einen neuen Artikel mit den Bildern und einen Text. Zum Schluß öffnet sich der Browser mit dem geöffnetem Artikel, so dass man nur noch die Vorschau ansehen braucht und den Artikel dann ggf. freischaltet.

Allerdings muß man in seinem Blog, in meinem Fall WordPress die Rechte haben, die XML-RPC oder Atom-Upload-Funktion zu aktivieren – zu finden unter Einstellungen->Schreiben->Fernpublizieren.

Nachfolgend einige Screenshots, wie ich den gestrigen Artikel erstellt habe.

Zuerst macht man seine normalen Workflow in Lightroom, wählt die hochzuladenen Bilder aus und geht in den Export-Dialog von Lightroom.

Dort wählt man als Export-Ziel das Plugin “LR/Blog” aus und erhält einen angepassten Export-Dialog, in dem man die Art des Weblog (WordPress, Blogger oder MetaWeblog) auswählt, sowie die URL und die Login-Daten eines Redaktions-Accounts.

Anschließend kann man die normalen Export-Einstellungen wie Bildgröße, Schärfung usw. einstellen.
Schließlich wählt man aus, ob die Bilder nur in die Mediathek geladen werden sollen oder auch gleich ein Artikel erstellt werden soll. Für letzters kann man bereits hier einen Text eingeben und sich den Artikel anschließend im Browser öffnen, um die letzten Anpassungen vorzunehmen.

Nach dem Klick auf “Exportieren” werden die Bilder hochgeladen und ggf. der Artikel erstellt.

Hat man die Option gewählt, kann man den Artikel nun abschließend bearbeiten und Publizieren.