So, letztes Wochenende habe ich an zwei OM-D-Workshops teilgenommen.
Durch das Sponsoring von Olympus konnte man für günstige 30€ bei recht bekannten Fotografen reinschauen. Bedingung dabei war dann nur, dass man mit der neuen E-M5 von Olympus fotografiert, welche man gestellt bekam. Die ebenfalls gestellte SD-Karte konnte man dann mit den selbst geschossenen Fotos mit nach Hause nehmen.
Mein erster Workshop war am Samstag “Stillife & Makro” und am Sonntag dann noch “Portrait & Fashion”.
Insgesamt hatte ich am ersten Tag natürlich noch ein wenig zu kämpfen mich in die Eigenarten der Kamera einzuarbeiten. Leider war der Workshopleiter selbst wohl auch noch nicht ganz so fit und wusste z.B. trotz des Themas des Workshops nichts mit der Makro-Taste an der Kamera anzufangen – die Erklärung dafür erhielt ich leider erst gestern.
Auf der Suche nach einer neuen Kamera bin ich ja eigentlich nicht, trotzdem waren beide Workshops recht interessant und haben noch wieder einige neue Ideen gebracht.
Die Kamera an sich ist schon ein feines Stück Technik, für mich persönlich fehlt aber der Anwendungszweck. Mir ist der Body und die Bedienelente dann doch etwas zu fuzzelig – da nehme ich dann zum Fotografieren doch lieber meine DSLR in die Hand. Wenn es auf Mobilität ankommt, also evtl. auf Reisen oder Touren mit der Familie wäre mir die Kamera dann doch noch wieder zu groß und es fehlt mir die ein oder andere Automatikfunktion um schnell mal einen Schnappschuss zu machen. Da bin ich mit meiner X10 momentan recht gut bedient.
Positiv an der Olypmus fiel mir der gute Autofokus, der Bildstabilisator (natürlich vor allen bei den Freihandbildern abseits der Sets) und das abklappbare Touchscreendisplay auf. Letzteres würde ich mir schon auch manchmal wünschen und den Autofokuspunkt im Liveview setzen zu können ist natürlich auch nett.
Negativ fiel mir das Rauschverhalten bei hohen ISOs auf, was bei den Studiosets ja nicht so das Problem war, aber die Versuche nebenher zeigten dies dann doch recht stark. Aber da schlägt halt einfach die Physik zu, bei der Sensorgröße muss man damit wohl mehr oder weniger leben.
Ein paar Kleinigkeiten in der Bedienung (sicherlich per Firmwareupdate sogar behebbar) störten wohl nicht nur mich. So schaltet das Display automatisch ab, wenn man das Auge an den elektronischen Sucher hält, was ja an sich erstmal schön ist. Aber leider reagiert dieser Sensor auch gerne mal bei der Bedienung des Touchscreen, besonders auch im Bildansichtsmodus, so dass dann das Bild weg ist. Zwar lässt sich dies auch deaktivieren, aber dann erhält man auf dem Display gar keine Anzeige mehr, weder das sonst schön einblendbare Optionenmenü, noch die Review-Ansicht des gerade gemachten Bildes.
Über die Artfilter ala Instagram und Konsorten kann man sich sicherlich streiten, dies mag ja auf dem Smartphone, wo man die Ergebnisse evtl. direkt postet oder verschickt, noch ganz nett sein, an einer Kamera könnte ich darauf verzichten und mache es lieber am Rechner. Die Möglichkeit das Bildformat schon in der Kamera vorzugeben finde ich da eher noch nett, weil man halt dann schon eher einen Eindruck bekommt, wie ein Bild dann z.B. in 1:1 aussieht. Verwundert hat mich dann aber doch, dass sich diese Formatauswahl auch auf die RAW-Datei auswirkt, d.h. nach dem Import in Lightroom waren die Bildformate so fest und man kann also dann nicht mehr zurück, da würde ich mir doch wünschen, dass das gesamte Sensorbild gespeichert wird und nur der Ausschnitt schon vorgewählt wäre …
Ein nettes Gimmick für Lightpainter oder auch generell für Langzeitbelichtungen hat die Kamera noch. Und zwar kann man während der Belichtung sehen, wie sich das Bild langsam aufbaut. Beim ersten Workshop gab es dafür z.B. ein Lightpainting-Set und man konnte dann auf dem Display verfolgen, wie Lichter das Bild malten.
So, hier nur noch ein paar Bilder aus den Workshops.
Wofür sich solche Art von Workshops ja wirklich ideal eignen würde, ist das Kennenlernen eines Kamerasystem und somit ggf. besser eine Kaufentscheidung treffen zu können. So kann man nach solch einem Workshop einfach besser entscheiden, ob einem die Kamera liegt, als von 10 Minuten rumfummelei auf einer Messe oder im Elektronikmarkt. Und die paar Euro würde sicherlich der ein oder andere vor einer Kaufentscheidung für solch eine Systemkamera sicherlich gerne anlegen.









