Im folgenden zeige ich meinen GPS-Workflow mit Lightroom auf.
Ich zeichne meine Daten mit dem GPS-Logger Royaltek RGM-3800 auf. Ich hab das Teil jetzt seit gut 2 Jahren und bin sehr zufrieden damit. Einer der Vorteile ist meiner Meinung nach, dass er mit normalen Mignon-Akkus oder Batterien betrieben wird. Mit leistungsfähigeren Akkus hält der Logger gute 10 Stunden Dauerlauf durch.
Der Logger zeichnet übrigens Zeitangaben in UTC auf. Damit ich nicht irgendwann beim Importieren mal durcheinander komme, habe ich meine Kamera seit der Anschaffung des Loggers immer auf mitteleuropäische Sommerzeit gestellt. So muss ich beim Importieren dann nicht immer umstellen. Mit der 1 Stunde Abweichung in den Exif-Daten im Winter kann ich leben. Bisher ist es mir noch nicht untergekommen, dass ich Bilder nach der Aufnahmezeit gesucht habe, mir reicht eigentlich das richtige Datum.
In Lightroom nutze ich Jeffrey Friedl’s “GPS-Support- Geoencoding Plugin for Lightroom”.
Will man die Daten nun übertragen, schließt man den Logger an den USB-Anschluss an und startet den Data Downloader. Man verbindet sich mit dem Logger …
… und kann dann die aufgezeichnetet Dateien herunterladen.
Die Dateien auf dem Gerät werden dabei nicht automatisch gelöscht, dies muss man noch mit der Software anstoßen.
Da das verwendete Lightroom-Plugin nur mit gpx-Dateien arbeitet, muss ich die Daten meines Loggers noch umwandeln. Dies geht sehr einfach mit Hilfe des kostenfreien Programms Routeconverter.
Zusätzlich kann man hier noch die Route korrigieren, indem man z.B. Teile löscht oder einzelne Punkte verschiebt.
Ich vergesse meist den Logger auf dem Nachhauseweg auszuschalten und lösche den Part dann, da die Informationen ja unnötig sind, wenn man da keine Fotos mehr gemacht hat.
Hat man dann die gpx-Datei gespeichert, wählt man in Lightroom die betroffenen Fotos aus und geht auf den Menüpunkt Datei->Zusatzmoduloptionen->Geoencode.
Im Dialog des Plugins wähle ich “Geoencode vom Tracklog” und wähle die erstellte gpx-Datei aus.
Wie oben erwähnt kann ich bei Timezone UTC+2 stehen lassen.
Anschließend kann man wählen, ob man alle ausgewählten Bilder mit GPS-Daten aus dem Log anreichern will oder z.B. nur solche ohne vorhandene GPS-Einträge.
Hat man übrigens Bilder in Innenräumen oder anderswo aufgenommen, wo keine GPS-Daten aufgezeichnet wurden oder man hat gar vergessen den Logger einzuschalten, hat man mit dem Plugin auch mehrere Möglichkeiten, diese manuell zuzuweisen.
Die einzige, weil am wenigsten Aufwendige, welche ich regelmäßig verwende, ist über das zuweisen einer GoogleMaps-URL. Dazu wählt man in GoogleMaps den Ort des Fotografierens aus und klickt oben rechts auf der Karte auf Link, kopiert sich die angezeigte URL und fügt diese im Lightroom Plugin unter “Static Location” ein, nachdem man die anzureichernden Bilder ausgewählt hat.












Pingback: dfoto berlin » Happy Birthday und Verlosung